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Jahreskreisfeste


Die Jahreskreisfeste sind uralte Feste der Kelten und Germanen, welche aus 4 Sonnenfeste und 4 Mondfeste bestehen.

Die heidnischen Feste voller Rituale gewinnen in unserer heutigen Zeit wieder immer mehr Anklang vor allem dank der Rückkehr der Liebe zur Natur, ebenso der Liebe zu den skandinavischen Ländern. Vor allem Schweden mit der jährlichen Feier zum Midsommar, der immer um die Sommersonnenwende, also zum Jahreskreisfest Litha gefeiert wird setzt hier zum einen eben einen Supertrend und verbindet dies zum anderen mit uralter Tradition - mit unserem Ursprung . . .

LITHA | MITTSOMMER | SOMMERSONNENWENDE

Das Jahreskreisfest Litha | Mittsommer | Sommersonnenwende ist sozusagen die HOCHZEIT des Lichtes und es wird ca. um den 21. Juni jedes Jahr gefeiert bzw. zelebriert. Wir haben dann den längsten Tag und die kürzeste Nacht im Jahr und somit steht in unseren Breitengraden in Deutschland die Sonne hier am längsten am Himmel.

Das Fest Litha, die HOCHZEIT der Sonnenenergie ist darum eines der insgesamt vier Sonnenfeste im Jahreskreis.

Es gibt wundervolle Blumen, Blüten, Früchte, Gräser, Insekten und vieles mehr zu dieser Zeit in der Natur zu entdecken und z.B. das binden eines Blumenkranzes oder das sammeln von Wildkräuter, um einen SmudgeStick zum Litha Fest zu binden ist ein wundervolles Ritual. Ebenso ist das Sommersonnenwendfeuer (auch Johannisfeuer genannt) ein absolutes MUSS für diese Zeit und eben das gemeinsame beisammensein und feiern, singen, essen & trinken am Lagerfeuer lässt die Anbindung an die Natur wieder in uns wach rütteln.

Das Jahreskreisfest Litha wird dem astrologischen Kardinalzeichen Krebs zugeordnet, welches für Sanftmut und die tiefe familiäre Verbindung steht. Sehr passend also für diese sinnliche, freudvolle Zeit in der man mit Familie und Freunden eine wundervolle Zeit verbringen kann und die lauen Sommernächte genießen kann.


LUGNASAD | LAMMAS | SCHNITTERINNENFEST

Nach dem Litha Fest folgt um den 1. August das Schnitterinnenfest Lugnasad, welches symbolisch für die HOCHZEIT der Ernte steht.

Die Tage werden allmählich wieder kürzer, aber gerade jetzt im August erleben wir die heißesten Tage und unsere Natur bietet uns eine riesige Fülle an Früchten, Kräuter, Gräser, Getreide & Co., welche wir nun zum richtigen Moment ernten dürfen, einmachen dürfen, zu Mehl oder Heu veararbeiten dürfen, trocknen dürfen, Vorräte für die anstehenden kälteren Tage hin zum Jahreswechsel einlagern dürfen.

Lugnasad ist eines der 4 Mondfeste und ist darum sehr mit deiner Gefühlswelt verankert - wir dürfen nun zu diesem Fest alles "durchtrennen", was uns nicht mehr dient, wir dürfen all das loslassen, was uns nicht weiter gehen lässt auf unserem Weg, um uns und unsere Seele frei machen zu können für die anstehende kältere Jahreshälfte.


MABON | HERBST-TAG-UND-NACHTGLEICHE 

Ein weiteres Sonnenfest des Jahreskreises ist das Fest Mabon, welches jedes Jahr um den 21. September, also zur Hebst-Tag-und-Nachtgleiche stattfindet. Mabon zählt zu einem der wichtigsten Wendepunkte im Jahr, sowohl Tag als auch Nacht sind gleich lang und die Jahreszeit Herbst beginnt.

Die HOCHZEIT der Ernte ist nun weitestgehend abgeschlossen, der Sommer geht von dannen, Vorräte für den anstehenden Herbst & Winter warten auf ihren Einsatz und wollen unsere Gaumen bei kälteren Temperaturen verwöhnen, die Nächte werden immer länger und wir fühlen, dass es nun wieder an der Zeit ist etwas runterzufahren und in die Innenschau zu gehen.

Jetzt zieht uns die Farbenbracht des Laubes, dass sammeln von Pilzen, Kastanien & Co. nach draußen, aber nur für einen Moment und dann möchten wir doch gerne gemütlich wieder Zuhause eine heiße Suppe oder einen Tee zu uns nehmen.

Unser Gemüt stellt sich langsam auf Energiesparmodus ein und wir benötigen mehr Ruhe und Regeneration von den letzten arbeitsreichen Monaten - genau das können wir auch in der Tierwelt / in der Natur beobachten - alles zieht sich nun allmählich zurück.

Das Jahreskreisfest Mabon wird dem astrologischen Kardinalzeichen Waage zugeordnet - das Zeichen Waage bringt alles in Ausgleich und steht für Harmonie und Frieden. 


SAMHAIN | HALLOWEEN | ALLERHEILIGEN 

Samhain, ein weiteres Mondfest im Jahreskreis ist DAS AHNENFEST schlechthin, an dem u.a. die Kelten damals sozusagen Silvester, also den Jahreswechsel feierten und welches auch heute noch als "Hexenneujahr" gilt.

Das kalte, dunkle, mystische Wetter lädt zum gemütlichen Zuhause verweilen ein und die Natur zieht sich in den "Bauch von Mama Erde" zurück - die Bäume lassen ihre Blätter fallen und bedecken damit ganz sanft den Erdboden - die Böden werden somit für den Winterschlaf vorbereitet.

Gerade jetzt "stirbt" die Natur sozusagen, sie zieht sich zurück und macht es sich also hygge für den Winterschlaf.

Genau darum ist Samhain auch das Fest der Ahnen, denn jedes Jahr ist ein Zyklus in der Natur zu beobachten wie eben der Lebenszyklus bei uns Menschen - es ist der Stirb- und Werdeprozess.

So wie im Frühjahr die Natur erwacht und langsam alles grün wird und zu blühen beginnt, Leben entsteht und die Tiere aus ihrem Winterquartier hervor kommen, so zieht sich zu Samhain alles in der Natur zurück und begibt sich in den "Sterbeprozess".

Zu Samhain ist die Verbindung zu unseren Ahnen darum besonders stark zu spüren und bereits früher führte man diverse Rituale durch, um die bösen Geister zu vertreiben.

Daher stammt auch Halloween, welches in Amerika gefeiert wird und ebenso stammt daher der Brauch des schaurig schönen kostümierens - die Kostüme sollten ursprünglich ebenfalls die bösen Geister vertreiben.

Good to know:
Übrigens kommt das Kürbis schnitzen ursprünglich nicht aus Amerika - das ist ein alter Brauch der Kelten und Germanen, welche früher Futterrüben schnitzten und diese an Türen und Fenster stellten, um dunkle Energien & Wesenheiten zu vertreiben.

 

YULE | JUL | WINTERSONNENWENDE | THOMASNACHT

Das Jahreskreisfest Yule wird immer zum 21.12. gefeiert und steht symbolisch als die Wiedergeburt des Lichtes. Es ist der kürzeste Tag und die längste Nacht und bereits damals wussten unsere Vorfahren die Kraft der Sonne sehr zu schätzen. Ohne Sonne können wir nicht existieren, darum wurde diese längste Nacht und dieser kürzeste Tag immer sehr intensiv mit Opfergaben und Ritualen zelebriert und die Sonne wurde sogar Göttern, u.a. dem Sonnengott Lugh ("der Leuchtende"), dem keltischen Sonnengott der Ernte zugesprochen.

Zum 21.12. beginnt dann auch die magische Zeit zwischen den Zeiten, die Rauhnächte und bereits früher bereitete man sich mit den Rauhnächten auf das kommende Jahr vor und dankte den Göttern für das alte Jahr. Wir begeben uns nun wie die Natur in den Rückzug und mit Hilfe der Rauhnächte vllt. sogar in die Innenschau & Manifestation des neuen Jahres.

Das was die Christen noch heute an Weihnachten feiern, dass hatte bereits vor der Christianisierung seinen Ursprung mit der Feier der Wintersonnenwende und somit der Feier der Rückkehr des Lichtes. Die Geburt Jesu durch die Jungfrau Maria steht ebenso für die Geburt des heiligen Lichtes.

Yule ist darum ein Sonnenfest, dass wohl wichtigste Sonnenfest der Jahreskreisfeste und das Fest des Wunders.

Das Jahreskreisfest Yule wird dem astrologischen Kardinalzeichen Steinbock zugeordnet. Der Steinbock lebt gerne zurückhaltend und ruhig, er ist aber ein sehr ehrgeiziges Zeichen. Zu dieser Zeit des Rückzugs und der Rauhnächte passt der zurückhaltende, stets beobachtende Steinbock hervorragend.

 

IMBOLC | BRIGID | LICHTMESS 

Das Jahrskreisfest Imbolc wird jährlich um den 01.02. gefeiert und steht für den Samen, der IM BAUCH (IM BOLC) von Mama Erde, von Mutter Natur weilt und darauf wartet, von dem noch sehr schwachen Sonnenlicht gewärmt und zum keimen gebracht zu werden. 

Imbolc ist auch das Fest der Göttin Brigid gewidmet. Brigid ist die Göttin der Kunst, der Musik und der Inspiration. Ebenso ist sie die keltische Göttin der Schmiedekunst und steht darum mit dem Element Feuer sehr eng in Verbindung. Ebenso ist Brigid Patronin der Hebammen und Schutzgöttin der Gebärenden - sie ist also DIE GÖTTIN schlechthin für die Lichtwerdung, für das allmählich widerkehrende Sonnenlicht und die langsam länger werdenden Tage, ebenso dem langsamen aufwachen der Natur.

Zum Imbolc Fest wurden bereits früher alle Kerzen für das anstehende Jahr geweiht und auch heute wird dieses Ritual noch zelebriert.

Imbolc zählt zu den 4 Mondfesten im Jahreskreis.

 

OSTARA | FRÜHLINGS-TAG-UND-NACHTGLEICHE 

Das Jahreskreisfest Ostara wird immer um den 21.03. des Jahres gefeiert und hier sind Tag und Nacht gleich lang. Es findet hier ein weiterer Wendepunkt im Jahr statt, wie es auch zur Herbst-Tag-und-Nachtgleiche stattfindet. Der 21.03. gilt offiziell als Frühlingsanfang und zu Ostara wird somit mit diesem Wendepunkt im Jahr eine neue Jahreszeit eingeläutet - es beginnt der Frühling.

Abends ist es allmählich wieder länger hell, die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, Mama Erde beginnt ihren fruchtbaren Boden zu zeigen und sowohl die Tierwelt als auch wir Menschen kommt mit den wärmeren Tagen in "Frühlingsgefühle-Stimmung"


Ostara ist mit dem Osterfest der Christen gleichzusetzen. Daher stammt auch der Osterhase und der Brauch mit den gefärbten Ostereier. Der Hase steht als Krafttier für die Fruchtbarkeit und gerade zum Frühlingsanfang lassen sich Hasen als erste Tiere in der Natur beobachten, wie sie wach geküsst von den Sonnenstrahlen ihren Liebesspielen nachgehen. Das Ei steht für die Fruchtbarkeit und somit auch für das Leben.

Ostara ist eines der 4 Sonnenfeste im Jahreskreis und in der Astrologie wird diese Zeit dem Kardinalzeichen Widder zugeordnet. Der Widder steht durch und durch für Fruchtbarkeit, für Impulsivität, für Power und Lebensfreude - Ostara / Ostern & der Widder sind sozusagen füreinander bestimmt.

 

BELTANE | WALPURGISNACHT

Das Fest Beltane, welches jedes Jahr in der Nacht vom 30.04. auf den 01.05. gefeiert wird ist DAS FRUCHTBARKEITSFEST schlechthin im Jahreskreis! Es ist das Fest der wilden, ungezähmten Frauen, welche früher als Hexen betitelt wurden. Kein Wunder, denn bereits damals wurden zu Beltane berauschende Feste und wilde Sexorgien gefeiert ;)! Sowohl Mensch als auch Tier, ebenso die gesamte Natur stehen zu Beltane in ihrem vollen Saft, in ihrer absoluten Fruchtbarkeit, überall blüht und summt es und z.B. die Waldmeister Bowle regt mit ihrer aphrodisierenden Wirkung zu wilder Feierei an. 

Hieraus geht auch der "Tanz in den Mai" hervor, ebenso die Walpurgisnacht bzw. Hexennacht, welche ja während der Hexenverfolgung und bereits vorher von nicht Heidnischen verboten wurde. Während dieser Nacht fanden sich bereits damals so einige Paare, die wild und innig in dieser Nacht tanzten und ineinander verschmelzten. Ebenso war und ist diese Nacht prädisziniert für das Orakeln und für das Wünsche manifestieren.

Beltane ist vor allem auch das Fest der alten weisen Frauen (Hexen), weshalb es zu den 4 Mondfesten im Jahreskreis zählt. Früher, als es noch keine Kalender gab, feierte man Beltane immer zur zweiten Frühlings-Vollmondin und da der Mai heute unsere Sinne besonders mit dem Duft der Natur dank der Blüten und den Früchten, welche gedeihen verzaubert, ist Beltane ebenso das Fest der Sinne und der Magie.